Hanne Jensbo

 

In Erinnerung an Jacques Rozenberg und alle Opfer des Faschismus
 
In der Geschichte gab es stets Menschen, denen in ihrem Leben so unvergleichlich mehr aufgebürdet wurde als uns. Manche von ihnen wurden als Helden gefeiert, die meisten lebten jedoch ein bescheidenes Leben, außerhalb des Blicks der nur zu oft vergessenden Öffentlichkeit.

Die Bürde und das Leiden dieser Menschen brachte Freiheit und Hoffnung für jene unter uns, die ein einfaches und normales Leben führen. Wir müssen ihnen für ihre Kraft und ihren Mut ewig dankbar sein.

Jacques Rozenberg war einer dieser Menschen, er erlitt mehr als ein Mensch ertragen kann – und er hat überlebt. Er überstand seine Leiden in Auschwitz und Dachau und durch seine Bilder und Gedichte gelang es ihm, einen künstlerischen Ausdruck für seine Gefühle zu finden. Dafür dass er seine Gedanken und Leiden mit uns teilte, schulden wir ihm Dank.

Und obwohl Jacques Rozenberg bereitwillig Interviews gab und es als seine Pflicht ansah, in den Schulen über seine Erfahrungen zu sprechen, hielt er sich in Gesellschaft zurück, über seine Jahre in den Konzentrationslagern zu erzählen. Aber doch fühlte man stets, dass seine Seele von dem, was er durchlitten hatte, voller Leiden und Schmerz war.
 
Dank seiner Frau Andrée Caillet ist dieses Buch nun auf Deutsch erschienen. Ich hoffe, dass der Leser sich ein paar Momente Zeit nimmt, um über Jacques Rozenberg und all diese Menschen, die ihre Bürde einsam auf sich nahmen, nachzudenken, denn wir verdanken ihnen, dass wir unser Leben in Hoffnung und Freiheit leben können.

Alle Ehre dem Angedenken von Jacques Rozenberg.

Hanne Jensbo
Internationale Präsidentin von Soroptimist