Im Morgengrauen eines neuen Tages, so vielen anderen gleich, nach einer Nacht voller Beunruhigung und Angst, ohne Ruhe nähern sich Schatten mit jenem Schritt von Sklaven, verurteilt zu sämtlichen Foltern wie Schläge, Hunger, Kälte. Verzweiflung. Man schleppt sich vorwärts, der Körper vornüberhängend, nur noch ein Gespenst. Verkehrte Seite, richtige Seite. Zahlreiche vorhersehbare Unfälle. Ständiger Tod. Kapo schreit, teilt Schläge aus. Er ist ja nicht erschöpft. Zudem glaubt er, auf diese Weise seine Haut zu retten.
Verkehrte Seite, richtige Seite. Gut für die billige Sklaverei. Ein Mann hat die Vernehmung überstanden. Um zu überleben wird er sich auf seine Art schnell den Regeln des KZ-Systems anpassen müssen. Eine weniger kräftezehrende Tätigkeit, irgendetwas Essbares, von einem SS-Mann verschmäht, verschimmelt, ungenießbar, ausgespuckt.
Scham ertragen mit lautlosen Tränen.
Was ist mit 20 Jahren nur aus dem Leben geworden? Kaum gelebt.